In meiner Serie GERDA IM EIS lote ich die Frage nach Zeugung und Sterben, Sexualität und Vergänglichkeit, Erotischem und Morbidem aus. Die Fragmente meines Körpers, unter einer dicken Eisschicht eingeschlossen, gebe ich in einer warmen Farbigkeit wieder, in der noch Leben steckt. Warmes Sonnenlicht durchdringt das Eis, und es bleibt offen, ob es die Kraft hat, das Eis zu schmelzen, und den Körper zu befreien. Dies ist die Ambivalenz, die diese Bilder aufzeigen, zwischen der Anziehung, die ein nackter Frauenkörper auf Männer ausübt, und der Abscheu, die sich einstellt, wenn man vor Kälte und Luftmangel abgestorbene Körperteile denkt. Gerda Haas